Texte


Regenbogen in Argentinien

 

Schwarzer Regenbogen in der Nacht

Auf dem ich Tango tanzen kann

Wo die Verzweifelten auf dem schwarzen Regenbogen Tango tanzen

Wo die Generäle den schwarzen Regenbogen

 ihr Eigen nennen

Wo ich nur in der Nacht den Schatten meinen Freund  nennen kann

Wo mein  Bandoneon lauter wie meine Seele weint

Wo die Bischöfe unter ihren Röcken

dicke Bäuche tragen

Und die Menschen ihr  Eigen nennen

Wo die Liebenden eng umschlungen

Nur in der Nacht Tango tanzen


Zeit

 

Zeitlose Zeit

Die wir betrachten

In der wir fühlen zeitlos zu sein

das Bild in der Fantasie

das Gefühl der Zeitlosigkeit

Der Fluss

 

Der kleine, der Unsichtbare, der fließt durchdas Grün

den man nicht erkennen will

In seiner doch so großen Größe

du der Fluss, den man zwang in ein Korsett

aus Stein und Stahl

du der Fluss, der wunderbare, schöne

den man vergiftet hat

du der Fluss, der Große,  zeigst dem Zwerg

Mensch deine Kraft

ließt einstürzen dein Korsett

hast dich versöhnt mit Zwerg Mensch

fließt in all deiner Größe

gemächlich, du Strom, ins unendliche Meer


 

 Gezeiten des Lebens

 

In den Gezeiten Tod und Liebe

Lachen und Weinen in den Gezeiten

Mütter hungern in den Gezeiten

Kinder weinen

Väter spielen Krieg in den Gezeiten

das Meer ist Kaiser der Gezeiten

Stille und Tod in den Gezeiten des Abendrotes

Kinder lachen Mütter singen in der Schönheit der Gezeiten

Väter in der Stille weinen

das sie nicht verstanden haben die Schönheit der Gezeiten